Produktionen in 8k – wie sinnvoll ist das?

3. Dezember 2018

Viele unserer Kunden stellen sich nach unserem Posting über die 8k Produktion für den Sporthändler Bittl die Frage: Was bringt 8k überhaupt?

8k ist und wird in nächster Zeit nicht das Endprodukt sein. Es fehlt ja selbst noch an 4k Content. Der ORF sendet ja noch nicht einmal in Full HD. Dennoch ist unter Umständen die durchgängige Produktion in 8k durchaus sinnvoll. Der Sensor einer 8k Kamera, wie zum Beispiel der RED Monstro, ist ein Vollformatsensor mit einer Diagonale von über 46mm. Ergo ist es auch notwendig, mehr Pixel in dieser Größe unterzubringen. Um also den ganzen Ausschnitt nutzen zu können, muss die Aufnahme in 8k stattfinden. Mittlerweile schaffen ja selbst 6 x 4 mm große Sensoren (wie z.B.: im iPhone XS) locker 4k Video-Auflösungen.

Die Vorteile liegen ganz klar in erster Linie in der Gestaltung. Die Nutzung eines Vollformatsensors erlaubt ganz andere Blickwickel. Der Bildausschnitt erweitert sich bei einer Nutzung im Weitwinkelbereich markant. Somit ist auch die optische Verzerrung durch die Optik geringer. Die Tiefenunschärfe ist aufgrund der Chipgröße selbst bei nicht offener Blende beeindruckend.

Bei der Postproduktion liegt der Vorteil klar beim Framing, somit kann im Nachhinein noch der exakte Bildausschnitt bestimmt werden. Weiters wird das Bild beim Mastering verkleinert, dadurch entsteht ein deutlich schärferer Look.

Und nun noch ein Wort zur Datenmenge: Der Codec von RED, der REDCode, hat zwar spürbar mehr Daten, fällt aber im Vergleich zu DPX 10bit kaum ins Gewicht. Mit den aktuellen Schnittsystemen stellt auch diese Auflösung keine technische Hürde mehr dar.

Fazit: Es gibt viele Gründe, die für die Produktion in 8k sprechen und eigentlich keine dagegen, sofern das Budget und der Einsatz stimmen.

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